Im Folgenden dokumentieren wir unseren offenen Brief an die Ev. Akademie Braunschweig Abt Jerusalem im Zusammenhang mit der Absage der Räumlichkeiten für die Veranstaltung mit Michael Lüders unter dem Titel „Israel, USA und der imperiale Größenwahn im Nahen Osten“.
Hinweis: Die Veranstaltung wird dennoch stattfinden, lediglich der Ort hat sich geändert (s. u.).
Sehr geehrte Damen und Herren,
Welche „betroffene Gruppen und Teilnehmende“ werden durch eine Veranstaltung mit Dr. Michael Lüders zum Thema „Israel, USA und der imperiale Größenwahn im Nahen Osten“ so gefährdet, dass sich der Antisemitismusbeauftragte und der Staatsschutz in „unzähligen Gesprächen“ für eine Absage der Veranstaltung in der ev. Akademie in Braunschweig einsetzten?
Durch diese Absage mit nebulösen Gründen unter Einfluss von Polizei und Staatsschutz ist eines mit Sicherheit „gefährdet“: Die Meinungsfreiheit und ein Diskurs jenseits der bedingungslosen Unterstützung Israels unter dem Deckmantel sog. Staatsräson.
Diese Absage reiht sich ein in die Unterdrückung kritischer Veranstaltungen zur israelischen Regierungspolitik: Einreiseverbote für den Arzt Ghassan Abu-Sittah und für Yanis Varoufakis, Absage von Veranstaltungen mit Francesca Albanese, UN Sonderberichterstatterin.
Sehr groß muss die Angst der Regierenden sein, dass sie jede kritische Betrachtung des Krieges Israels gegen die Palästinenser unterdrücken?
Mit Recht: Gehört unsere Regierung doch zu den Unterstützern der des Völkermords angeklagten israelischen Regierung – mit Waffenlieferungen und kürzlich mit einem Regierungsabkommen zur sog. Cybersicherheit.
Es wäre besser gewesen, die veranstaltende ev. Akademie hätte dem Druck widerstanden und sich der Unterstützung der Zivilgesellschaft versichert. Angesichts der Meinungsumfragen zum Thema Israel-Unterstützung wäre das sicher erfolgreich gewesen.
DKP Braunschweig








